 |
|
 |
- Wir über uns -
1951
legte der langjährige Kommandant der Pflichtfeuerwehr Cramberg, Herr
Wilhelm Jakob Schäfer sein Amt als Wehrführer nieder.
Als Nachfolger wurde
in einer
Gemeinderatssitzung einstimmig
Herr Heinrich August Meffert (I) zum
Kommandanten der Pflichtfeuerwehr gewählt. Im selben Jahr dankte auch,
nach
Erreichen der Altersgrenze, Herr
Kreisbrandinspektor Blank aus Nassau
ab. Herr Ing. Hermann Schäfer aus Cramberg
wurde als Nachfolger zum Kreisbrandinspektor des Unterlahnkreises
bestellt. Dieser setzte sich für die Umwandlung
der
Pflichtfeuerwehren in eine Freiwillige Feuerwehren ein.
In Cramberg fand diese Erneuerung 1951
mit der Einladung zu einer Gründungsversammlung in die Gastwirtschaft
Schäfer
statt. Es waren „sämtliche jungen Leute im Alter
von 18 – 30 Jahren erschienen“. Auch der
damalige Bürgermeister Gerheim
war anwesend.
Als Wehrführer und 1. Vorsitzender wurde
Heinrich August Meffert, zum 2. Vorsitzenden und
Wehrführerstellvertreter Herr
Fritz Meffert gewählt.
Fritz
Meffert, Heinz Klein und Robert
Meffert (I) führten die drei Gruppen, in die die 30 Feuerwehrkameraden
eingeteilt wurden.
Otto Gerheim war der erste Maschinist.
(siehe Protokoll 1951)
Die Wehrführung der Freiwillige Feuerwehr
zeichnet sich durch Kontinuität aus.
In den nun
mittlerweile 59 Jahren hatte
die Feuerwehr nur 5 Wehrführer.
|
|
Wehrführer
|
und sein
|
Vertreter
|
1951- 1970
|
Heinrich August Meffert
|
|
Fritz Meffert
|
1971 - 1984
|
Fritz Meffert
|
|
Hermann Klein
|
1985 -
1998
|
Oswald Meffert
|
|
Karlheinz Meffert
|
1999 - 2002
|
Karlheinz Meffert
|
|
Oswald Meffert
|
2003 - 2009
|
Karlheinz Meffert
|
|
Stephan Osterheld
|
2010 - 2012
|
Thomas Jöckertitz
|
|
Karlheinz Meffert
|
Der
Vorsitzende des
Fördervereines ist
Karlheinz Meffert, sein Stellvertreter
ist Stephan Osterheld.
Erst 1993 gründete
die Freiwillige
Feuerwehr den „Förderverein der Freunde und Gönner der Freiwilligen
Feuerwehr
Cramberg“.
Bis zu diesem
Zeitpunkt waren wir
aufgrund der rein vereinsinternen Veranstaltungen der Auffassung,
„so einen
Verein“ nicht zu benötigen. Mittlerweile tragen wir uns mit dem
Gedanken, die
Gemeinnützigkeit beim Finanzamt zu beantragen. Denn nur dann kann man
Spendenquittungen an die Sponsoren ausstellen, die die Löschgruppe
über den
Förderverein mit Sach- oder Geldleistungen unterstützen wollen.
Auf der
Generalversammlung im Jahre 2012
traten 3 Jugendliche im Alter von 16 Jahren in die Feuerwehr ein. Mit
den zwei
weiblichen und den beiden männlichen neuen Mitgliedern erhöht sich die
Zahl
der Aktiven auf stolze
49 Personen, davon sind 6 Frauen.
Neben dem Dienst an
und für den Nächsten
haben wir auch noch anderes im Sinn. Dies kann man dem dörflichen
Veranstaltungskalender entnehmen.
Dieser wird in jedem
Jahr am Abend vor
dem Buß- und Bettag mit den Vereinen und der Gemeindeverwaltung
erstellt und
der Bevölkerung als persönlicher Planer ausgegeben.
Das Geschäftsjahr
unserer Feuerwehr fängt
Quasi mit dem ersten Samstag im Jahr an. Dann halten wir die
Generalversammlung
des Fördervereines. Abwechselnd in einem unserer beiden Vereinslokale,
dem
Gasthaus „Schaumburger Hof“ oder beim „Fichtenwirt“.
Es folgt die
Winterwanderung. Diese wird
seit 1992 mit den Angehörigen Ende Februar durchgeführt, meistens
allerdings
ohne Schnee!
Gegen Ende März
feiern wir mit dem Turnverein
Cramberg einen gemeinsamen Familienabend. Die Schnittmenge zwischen
diesen
beiden Vereinen ist so groß, dass wir schon seit dem 23. März 1991
diesen Abend
gemeinsam gestalten.
Die Feuerwehr
kümmert sich um das
leibliche Wohl, und der TV-Cramberg ist für den Ausschank in der
Turnhalle des
Turnvereines zuständig.
Die Geselligkeit
wird danach erst im
August wieder weiter fortgeführt.
Wir grillen dann am
Gerätehaus, hierzu
wird das Dorf eingeladen.
Alle zwei Jahre
führen wir auch einen
Tagesausflug durch.
Ende Oktober
animieren wir die Kinder des
Dorfes zum Aushöhlen von Rüben und Kürbissen. Dieses Aufleben einer
alten
dörflichen Tradition hat uns und den Kindern in den zurückliegenden
Jahren viel
Freude bereitet. Gegen 19 Uhr gehen wir mit den Kindern durch das Dorf.
Stolz
tragen sie dann ihre ausgehöhlten und mit einer Kerze ausgestatteten,
in der
Dunkelheit leuchtenden Rüben und Kürbisse durch die Straßen beim sogenannten
Rommelbootsumzug. Am Gerätehaus
warten dann warmer Kakao und frisch gebackene Laugenbrezeln auf sie.
Ende November wird
die Aktivenversammlung
abgehalten - auch diese im Wechsel in unseren beiden Gaststätten. Hier lassen wir das Jahr
Revue passieren.
Die Gruppenführer berichten und der Wehrführer verteilt Lob und Tadel.
Und pünktlich zum 1.
Advent werden von
den Aktiven die Weihnachtsbäume für die Gemeinde gestellt, die
Hydranten
winterfest gemacht und die Gullykörbe gereinigt. Das Geld, welches wir
für
diese Tätigkeiten erhalten, wird für die Ausrüstung der Löschgruppe
Cramberg
verwendet!
Alle
zwei Jahre
findet in unserer
Gemeinde auch ein Adventsmarkt am ersten Advent statt: 2001, als wir
unser
50-jähriges Bestehen feierten zum ersten Mal, und danach aufgrund der
großen
Resonanz auch 2002. Weil in der Nachbargemeinde Balduinstein auch ein
Adventsmarkt ausgerichtet wurde, setzten sich beide Gemeinden zusammen
und
trafen die Absprache, diesen im Wechsel auszurichten. Wir sind also
wieder, und
dann schon zum siebten Mal, 2012 an der Reihe! Wie man es von der
Feuerwehr
auch sicherlich erwartet, bieten wir an unserem Stand „diverse kalte
Flüssigkeiten“ an!
Alle zwei Jahre, am
ersten Samstag im
Dezember, kommt der Nikolaus zu den Kindern der Feuerwehrangehörigen.
Natürlich
reist er nicht mit den Rentieren sondern mit dem Feuerwehrauto an.
Schon seit
1968 verteilt der Nikolaus im Gasthaus zum Fichtenwirt aus großen
Säcken heraus
seine Geschenke.
Zunächst übernahm 1986 Balduin Haas die Rolle des Nikolauses. Seit 2000
spielt Klaus
Eberhardt für uns den Nikolaus.
Und dann findet im
gleichen Jahr, in der
Regel auch an demselben Tag, der Dorfgemeinschaftstag und
Seniorennachmittag
statt.
Die Feuerwehr führt
seit 1953 regelmäßig
Theaterstücke auf. Dies geschieht nachmittags bei den Senioren im
Gemeindehaus
und abends für den Rest des Dorfes in der Turnhalle. Die Proben dafür
beginnen
ca. ein viertel Jahr vorher. Dabei können die „Übungsabende“ sehr lange
und
anstrengend werden.
Und dann bereitet
die Feuerwehr zum
Abschluss des Jahres am Silvesternachmittag Glühwein zu. Dies wird
seit 1988
von der Wehr durchgeführt, als unser Dorf Sieger im Wettbewerb „Unser
Dorf soll
schöner werden“ wurde. Der Wein wurde seinerzeit vom damaligen Landrat
Danco
gestiftet. Danach übernahm die Gemeinde die Kosten.
Während
die Gemeinde
in der Kirche sich
der zurückliegenden Zeit erinnert, befüllt die Feuerwehr einen
Kupferkessel
über einem offenen Feuer mit ca. 70 Litern Rotwein. Hinzu kommen nach
gut behüteten Rezept weitere Zutaten wie z.B. Orangensaft und
Glühweingewürz.
Nach dem
Gottesdienst durchwandern die
Besucher, angeführt von dem Ortsbürgermeister, einen Teil unserer
Gemarkung.
In Erwartung des
hoffentlich dann heißen
Glühweines und der Laugenbrezeln gehen einige Wanderer etwas schneller.
Aber
auch die Langsameren bekommen in aller Regel noch genug von dem
köstlichen
Getränk. Für jene, die keinen Glühwein mögen oder trinken dürfen, gibt
es ca.
16 Liter alkoholfreien Punsch oder Orangensaft. Alle Getränke werden
entweder
aus mitgebrachten Tassen und Bechern oder aus mit dörflichen Motiven
bedruckten
Glastassen, die von der Gemeinde angeschafft wurden, getrunken. In
aller Regel
ist mit Beginn der einsetzenden Dunkelheit der Kessel und der Einkocher
mit dem
Punsch leer.
Der
feuerwehrtechnische Teil des Jahres
beginnt Anfang des Jahres mit der theoretischen Schulung von
Unfallverhütung
und bestimmten Sachthemen aus dem Feuerwehrwesen.
Seit nunmehr zwei
Jahren muss der Teil II
der Truppmannausbildung in den Löschzügen durchgeführt werden. Diese
wird dann
zum Teil in der von Dunkelheit und schlechtem Wetter geprägten Zeit
durchgeführt. Thomas Jöckertitz
und
Philipp Petri schulen die Feuerwehrfrau/mann – Anwärter in der
Truppmannausbildung
Teil I. In der Truppmannausbildung Teil II sind darüber hinaus Friedhelm Petri, Stephan Osterheld, Ralf Bornwasser
und Daniel Kucki
beteiligt.
Nicht vergessen
wollen wir die
monatlichen Übungen der Gruppen I - III. Diese werden in Absprache mit
den
Feuerwehrkameradinnen und -kameraden in der ersten, zweiten und dritten
Woche
des Monats durchgeführt.
Die
Gruppe I
wird von Brandmeister Ralf Bornwasser
geführt und
ist 19 Frau/Mann stark, in dieser
Gruppe sind auch unsere 6 Frauen.
Thomas
Jöckertitz ist unser
ausgebildeter Gerätewart und
darüber hinaus auch im Feuerwehrausschuss der Verbandsgemeinde Diez
tätig.
Die
Gruppe II wird von
Brandmeister Stephan Osterheld
geführt und umfasst 14 Männer. Er
ist auch für die monatlich durchzuführende Funküberprüfung
verantwortlich. In
der Verbandsgemeinde Diez ist er als Sicherheitsbeauftragter u.a. für
die
Sicherheit der Gerätehäuser zuständig.
Friedhelm
Petri führt die 14 Männer
der
Gruppe III.
Er ist Oberlöschmeister, führt und schult unsere Atemschutzgeräteträger und
ist
somit unser Atemschutzbeauftragter.
Wir versuchen die
neu aufgenommenen
Anwärter immer auf die 3 Gruppen zu verteilen, um so eine ausgewogene
Alterstruktur zu bekommen.
Das
Durchschnittsalter in unserer Wehr
beträgt in 2008 30,468085 Jahre!!
Unsere Feuerwehr hat
zurzeit
folgenden Ausbildungsstand:
Gruppenführer
5
Truppführer
15
Truppmänner
26
Truppmann
Teil I
0
Anwärter/innen
3
Zugführer
1
(BF
– Frankfurt)
Summe
49
Sonderfunktion als: Atemschutzgeräteträger
- 19
Sprechfunker -
33
Maschinist -
17
Bootsführer -
1
Gerätewart
-
1
Nicht vergessen darf
man die „Kleeblatt-Übungen“
mit den Nachbarwehren zur Standortbestimmung aus den Gemeinden
Balduinstein,
Steinsberg und Wasenbach. Diese führen wir seit 1997 durch. Sie dienen
der
Erlangung einer besseren Ortskenntnis in diesen Gemeinden.
Um all diese
Aufgaben gut durchführen zu
können, haben wir 2007, nach 27 Jahren „Ford Transit“, ein neues
Tragkraftspritzenfahrzeug mit Anhängerkupplung für unseren
Schlauchwagen (550 Meter B-Schlauch)
erhalten.
Der Kofferaufbau in
Leichtbauweise von
„IVECO“ aus Görlitz befindet sich auf dem Fahrgestell „Opel MOVANO“.
Der Nachteil dieser
neuen Löschfahrzeuge
ist allerdings, dass mit den Gewichtsvorgaben für den Führerschein
Klasse
B
eine Gewichtsverringerung zu Lasten der feuerwehrtechnischen Beladung
einhergeht, und das in nicht unerheblicher Weise, z. B. durch weniger
Schlauchmaterial!
Um die Einwohner des
Dorf für die
Gefahren durch Feuer und die Handhabung mit Löschgeräten zu
sensibilisieren,
führen wir ca. alle zwei Jahre Vorführungen im Umgang mit Feuerlöschern
und
Löschdecken durch. Dies geschieht an dem Samstagnachmittag, an dem das
Grillen
am Gerätehaus stattfindet.
Und zu guter Letzt
muss natürlich die
freundschaftliche Beziehung zu der Feuerwehr aus Grünberg-Harbach
(Landkreis
Gießen) erwähnt werden. Diese wurde von unserem ehem. stellv. Wehrführer Stephan Osterheld in 1999 ins Leben
gerufen. Mit einer zur
Zapfanlage umgebauten Kübelspritze überraschten sie uns bei unserem 50
jährigen
Jubiläum. Alljährlich fahren Kameraden der Gruppe II „Stephan“ zum Tag
der
offenen Tür (immer an Fronleichnam) nach Harbach. Auch finden im Wechsel organisierte
Kameradschaftstage statt, zu nennen sind hier:
2006 - Ferkelübergabe
2007 - Kanutour auf der Lahn von Löhnberg nach Runkel mit Grillabend
2008 - Planwagenfahrt, Ofenmuseum Laubach, Abschluss Gerätehaus Harbach
2009 - zum 10-jährigen Jubiläum in 2009 Besuch der Grube Fortuna mit Abschluss auf
dem Gelände des Feld- und Grubenbahnvereins.
Wenn
ihr mehr über
unsere Wehr wissen
möchtet, dann ...
|
 |
|
|
© Copyright Förderverein FFW Cramberg
|
| |
|